Präventionsarbeit im Bereich Schulden/Finanzen an Schulen im Verbandsgebiet
Zielgruppe
Zielgruppe des Projektes und damit der Präventionseinheiten vor Ort sind Menschen an Übergängen, in unserem Fall vor allem Jugendliche und junge Erwachsene am Übergang von Schule/Berufsleben, vom Teenager zum jungen Erwachsenen. Es wird KEINE feste Altersgruppe vorgegeben, damit wir ein möglichst breites Spektrum abdecken können.
Grundsätzlich gibt es auch keine örtliche Beschränkung, Orte wie Jugendzentren, YoungCaritas, Firmen und Schulen sind denkbar.
Unser Verbandsgebiet erstreckt sich von Gengenbach nach Kehl, Hohberg bis Achern, Renchtal und das Achertal.
Definierung von Projektzielen
- Junge Menschen an Übergängen in ihrem Leben werden weiterhin für das Thema Finanzkompetenzen/Finanzen sensibilisiert.
- Das bestehende Angebot und die Materialien werden evaluiert, angepasst und weiterentwickelt.
- Die Befähigung im verantwortungsvollen Umgang mit Finanzen und Geld wird so platziert, dass es die jungen Menschen erreicht und sensibilisiert. Die Tabuisierung vom Umgang mit Geld sollte heruntergebrochen werden (über Geld spricht man nicht)
- Teilnehmende Institutionen, die mit jungen Menschen arbeiten, werden ebenfalls für den Umgang mit Geld, Finanzen, Schulden sensibilisiert, es entstehen Multiplikator:innen, es wird ein Netzwerk aufgebaut und somit können neue Partner gewonnen werden. Bei Problemlagen von jungen Menschen kann so gezielter und zeitnaher auf deren Problemlagen und Bedürfnisse reagiert werden.
Projektweiterentwicklung
Der Caritasverband Vordere Ortenau, der seit vielen Jahren Schuldnerberatung im Verbandsgebiet anbietet, hat sein Spektrum erweitert und geht seit dem ersten Projektantrag in Schulen, um dort junge Menschen im Bereich Umgang mit Finanzen, Geld und Schulden zu sensibilisieren.
Wir haben in der kurzen Zeit schon festgestellt, dass, auch bedingt durch soziale Medien, ein sogenanntes Halbwissen bei den jungen Menschen anzutreffen ist. Es gibt in fast jeder Präventionseinheit einen AHA-Effekt, wenn wir Grundlagen zu deren Wissen erläutern.
Wir konnten in Erfahrung bringen, dass das Thema Umgang mit Verträgen, Schulden usw. auf dem Lehrplan zu finden ist, dies aber der jeweiligen Lehrkraft überlassen bleibt, inwieweit diese Vorgaben gefüllt werden.
Hier konnten wir schon gute Ergänzungsgrundlagen schaffen, und es werden weiterhin in dem Rahmen viele Fragen gestellt.
Durch den offenen Umgang der präventionsdurchführenden Personen fällt innerhalb einer Einheit die Scham, Fragen zu stellen, was wir als positiv bewerten.
Wir haben festgestellt, dass die Kompetenz des Umganges mit Geld nicht fester Bestandteil der Bildung von jungen Menschen ist und hier definitiv weiterer Handlungsbedarf besteht.
Unsere präventionsdurchführenden Personen werden positiv bewertet, unsere Arbeit wird in Gremien der Schule weiter vorgestellt, sodass wir neue Netzwerkpartner erhalten.
Wir wollen im zweiten Förderabschnitt weitere Grundlagen für mehrere junge Menschen legen, die Neugier und Freude am Umgang mit Finanzen wecken und hier einen guten Grundstein für den kompetenten Umgang legen.
Die Arbeit an den drei großen beruflichen Schulen in Kehl, Achern und Offenburg bauen wir aus und erreichen nochmals mehr Schüler/innen.
Ein Projekt, gefördert durch die Sparkassenstiftung Offenburg/Ortenau.