Betreutes Wohnen für Senioren in Achern: Drei Frauen haben ein Ohr und ein Herz für die Bewohner
Kürzlich haben die heutigen Bewohner den runden Geburtstag mit einem Sommerfest gefeiert. Aktuell leben in den 39 Ein- und Zweizimmerwohnungen 30 Frauen und 13 Männer im Alter von 65 bis 90 Jahren.
Anna Zimny ist gelernte Erzieherin und seit sieben Jahren eine der Ansprechpartnerinnen des Verbandes vor Ort. "Wir haben ein Ohr und ein Herz für die Menschen hier", sagt sie. Zum Team gehören auch die gelernte Altenpflegerin Berit Zapf und die gelernte Krankenschwester Claudia Huber. Zum Geburtstagsfest überraschte der Vorstand des Caritasverbandes, Robert Sauer, die drei mit Blumensträußen. Der Leiter des Fachbereichs Altenhilfe des Verbandes, Peter Doll, grillte für sie und die Bewohner.
"Es ist eine tolle Einrichtung", sagt Robert Sauer: "Die Menschen können hier seniorengerecht und selbständig leben und haben täglich Ansprechpartner, die sie kennen und verstehen." Das bestätigt die mit 90 Jahren älteste Bewohnerin. Sie ist in Achern aufgewachsen und wollte im Alter zurück in ihre Heimatstadt. Vor 14 Jahren zog sie ins Betreute Wohnen für Senioren des Caritasverbandes. "Es ist jemand da, wenn man jemanden braucht", sagt sie und schätzt auch die Nähe zur Innenstadt.
Jeder Bewohner hat mindestens einmal am Tag Kontakt zu den Caritas-Mitarbeiterinnen. "Bei meinem Rundgang versuche ich immer, mit ihnen zu lachen", sagt Anna Zimny, die selbst gern lacht. Ihr und ihren Kolleginnen fällt auf, wenn es jemandem nicht so gut geht. Sie trösten oder vermitteln bei Unstimmigkeiten. Und sie hören sich die Probleme der älteren Menschen an und kümmern sich. "Sie bekommen schlecht Termine beim Arzt. Und viele haben wegen unebener Gehwege und anderen Barrieren Schwierigkeiten, sich mit dem Rollator oder Elektro-Rollstuhl in der Stadt zu bewegen", sagt Anna Zimny.
Manche Bewohner seien noch so fit, dass sie Wanderungen unternehmen können. Andere kochen nicht mehr selbst, sondern bekommen ihr Mittagessen geliefert. Wer mehr Hilfe benötige, werde von einem mobilen Pflegedienst seiner Wahl unterstützt. Das Interesse an dieser Wohnform sei groß. Es gebe eine Warteliste für Interessenten. Vermieter seien die verschiedenen Eigentümer der Wohnungen.
"Das Gebäude gehört uns nicht, aber wir begleiten die Bewohner und sorgen für eine Tagesstruktur", macht Caritasverbandsvorstand Robert Sauer deutlich. Einmal in der Woche gibt es eine Einkaufsfahrt im Caritas-Bus. Im großen Gemeinschaftsraum werden Sitztanz und Gymnastik angeboten. Dazu kommen einmal im Monat ein gemeinsames Frühstück oder Mittagessen, ebenso Spiel- und Bastelmöglichkeiten. "Im Grunde ist das eine große Wohngemeinschaft, in der jeder seinen Rückzugsort hat", sagt Anna Zimny.
Zum monatlichen Kaffeetreff bringen Frauen der Caritashelfergruppe Obersasbach selbstgemachte Kuchen und Torten. Die gab es auch zum 30-jährigen Bestehen und die Caritasfrauen feierten mit den Bewohnern.
Kontakt (beim Klick auf den Link öffnet sich ein neues Nachrichtenfenster): bws@caritasvorort.de

Blumensträuße für das Team des Betreuten Wohnens für Senioren in der Allerheiligenstraße in Achern. Der Vorstand des Caritasverbandes Vordere Ortenau, Robert Sauer (links) und der Leiter des Fachbereichs Altenhilfe, Peter Doll, beschenkten zum 30-jährigen Bestehen der Einrichtung Berit Zapf, Anna Zimny und Claudia Huber (von links).